Wenn ein Hund erbricht, ist das beunruhigend – oft ist es jedoch harmlos und dein Hund erholt sich rasch. Wichtig ist, die Signale zu erkennen, zu wissen, wann du sofort den Tierarzt rufen solltest und welche Erste Hilfe zu Hause sicher ist. Unten findest du klare Leitlinien für Situationen wie Galle erbrechen, weißer Schaum oder Erbrechen direkt nach dem Fressen – plus praktische Schritte, die du sofort umsetzen kannst.
Erbrechen vs. Regurgitation erkennen
Erbrechen ist ein aktiver Reflex mit Übelkeit, Speicheln, Bauchpresse und oft Würgen. Es können Futter, Schleim oder Galle mitkommen. Regurgitation ist das passive Hochwürgen von Futter ohne Übelkeit und Anstrengung, meist kurz nach dem Fressen bei Speiseröhrenproblemen oder zu schnellem Schlingen. Gelegentliches Erbrechen kann normal sein, regelmäßiges jedoch nicht. Achte auf Anzeichen wie Schlappheit, Fressunlust, Bauchschmerzen, viel Trinken und Dehydrierung (klebriges Zahnfleisch, eingefallene Augen). Bei Welpen und senioren Hunden solltest du früher Kontakt aufnehmen, da sie schneller austrocknen. Für empfindliche Welpen kann gezielte Unterstützung helfen, z. B. Probiotika für Welpen.
Wann sofort zum Tierarzt
- Heftiges oder wiederholtes Erbrechen innerhalb weniger Stunden oder wenn Wasser nicht bei sich behalten wird.
- Hund erbricht Blut, braunes oder nach Kot riechendes Material oder rosafarbenen Schleim.
- Aufgeblähter, harter Bauch, Unruhe und Würgen, ohne dass etwas herauskommt.
- Erbrechen und Durchfall zusammen mit Schlappheit, Fieber oder Schmerzen.
- Verdacht auf Fremdkörper, Vergiftung oder Medikationszwischenfall.
- Welpe erbricht, alter Hund erbricht oder Hund mit Grunderkrankung erbricht.
- Anhaltendes Erbrechen nach Entwurmung oder Anzeichen von Austrocknung.
Tritt Erbrechen zusammen mit Durchfall auf? Lies Durchfall bei Hunden: Ursachen, Anzeichen & was du tun kannst für praktische Schritte.
Häufige Ursachen
- Etwas Unverträgliches gefressen oder abruptes Futterwechseln.
- Magen-Darm-Infektion oder -Entzündung durch Viren, Bakterien oder Parasiten wie Giardien bei Hunden und Würmer.
- Nahrungsmittelintoleranz oder -allergie, IBD, Stress oder Reisekrankheit.
- Erbrechen nach dem Fressen durch Schlingen oder Speiseröhrenprobleme.
- Hund erbricht Galle bzw. gelben Schaum am Morgen durch nüchternen Magen oder unregelmäßige Mahlzeiten.
- Systemische Ursachen wie Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, Leber oder Nieren.
- Nebenwirkungen von Medikamenten oder kürzliche Entwurmung.
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Erste Hilfe: Das kannst du zu Hause sicher tun
- Magen zur Ruhe kommen lassen. Bei einem erwachsenen Hund 6–12 Stunden kein Futter geben. Bei Welpen kein Fasten – Tierarzt früher kontaktieren.
- Hydration ist entscheidend. Alle 30–60 Minuten kleine Schlucke Wasser anbieten. Keine Milch oder fettige Brühe.
- Mit leicht verdaulichem Futter in kleinen Portionen starten: gekochtes Huhn mit Reis oder ein Magen-Darm-Diätfutter. 4–6 Mini-Mahlzeiten pro Tag geben und Menge langsam steigern.
- Wenn es wieder gut läuft, in 2–3 Tagen langsam auf das normale Futter zurückwechseln. Futterwechsel immer schrittweise.
- Stopp und Tierarzt anrufen bei anhaltendem Erbrechen, Blut im Erbrochenen, Schlappheit, Schmerzen oder wenn der Hund nicht trinken will.
- Schlingen mit einem Slow-Feeder verhindern und giftige Stoffe sowie Tischreste außer Reichweite halten.
Ernährung, Regeneration und Unterstützung
Stabiles Futter, feste Fütterungszeiten und langsame Futterwechsel reduzieren Magen-Darm-Stress. Zusätzliche Ballaststoffe und eine ruhige Fütterungsroutine helfen. Möchtest du gezielt unterstützen, sieh dir Probiotika für Hunde an. Zur Unterstützung der Darmflora kann ein Probiotika-Supplement sinnvoll sein. Probiotica Honden – 60 Kauwsnoepjes met Rundvlees von Fluffy Champ ist zur Unterstützung der Verdauung entwickelt. Es ersetzt keinen Tierarztbesuch, kann aber während der Erholung und vorbeugend helfen. Hast du Fragen zur Anwendung oder Dosierung, kontaktiere unsere Kundenberatung.
Farbe und Art des Erbrochenen: Schnellguide
| Was siehst du | Was kann es bedeuten | Was tun |
|---|---|---|
| Gelb oder gelber Schaum | Galle durch nüchternen Magen oder Reizung | Kleine, regelmäßige Mahlzeiten. Anhaltende Beschwerden beobachten. |
| Weißer Schaum oder weißer Schleim | Magenreizung, teils durch Schlingen oder Würgereiz | Kurze Ruhe, kleine Portionen Wasser und leichtes Futter. Bei Anhalten Tierarzt anrufen. |
| Braun oder kotartig | Magen-Darm-Blutung oder Fäkal-Erbrechen | Sofort Notfall beim Tierarzt. |
| Rot, rosafarbener Schleim oder Blut | Blutbeimengung | Immer als Notfall einstufen. |
| Klar wässrig oder durchsichtig schleimig | Zu viel Wasser oder Magenreizung | Kleine Schlucke Wasser, beobachten. Bei Wiederholung oder Schlappheit Tierarzt kontaktieren. |
Häufige Fragen
Was tun, wenn dein Hund erbricht?
Magen ruhen lassen, kleine Schlucke Wasser anbieten und danach mit leicht verdaulichem Futter in Mini-Portionen starten. Tierarzt anrufen, wenn es anhält oder dein Hund schlapp ist.
Wie oft darf ein Hund erbrechen?
Einmalig sporadisch kann vorkommen, regelmäßig oder wiederholt ist nicht normal. Bei Welpen, älteren oder kranken Hunden früher Kontakt aufnehmen.
Was gebe ich meinem Hund bei Erbrechen?
Leicht verdauliches Futter wie gekochtes Huhn mit Reis oder spezielles Magen-Darm-Futter in kleinen Portionen. Keine Schmerzmittel oder Hausmittel ohne Rücksprache mit dem Tierarzt.
Was beruhigt den Magen eines Hundes?
Ruhe, kleine häufige Mahlzeiten, langsames Füttern und Unterstützung der Darmflora mit Probiotika. Bei Zweifel oder anhaltenden Beschwerden den Tierarzt konsultieren.
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