Durchfall beim Hund: Ursachen, was tun und Alarmsignale

Hond diarree: oorzaken, wat te doen en alarmtekens

Ein Hund mit Durchfall ist beunruhigend. Zum Glück ist dünner Kot oft kurzzeitig und lässt sich gut zu Hause begleiten. Mit den richtigen Schritten verhinderst du Dehydrierung, beruhigst den Darm und erkennst schnell, wann tierärztliche Hilfe nötig ist. Unten findest du praktische Tipps, klare Alarmsignale und was du deinem Hund bei Durchfall geben oder besser meiden solltest – inklusive Situationen wie Durchfall und Erbrechen, Durchfall mit Schleim oder Blut sowie Welpen-Durchfall. Möchtest du alles Schritt für Schritt durchgehen? Sieh dir Durchfall bei Hunden: Ursachen, Anzeichen und was du tun kannst an.

Häufige Ursachen von Durchfall bei Hunden

Die Ursachen für Durchfall beim Hund sind vielfältig. Das sind die häufigsten Auslöser:

  • Futterwechsel oder ungeeignetes Futter, zu schneller Wechsel von Trocken- zu Nassfutter oder Rohfleisch
  • Etwas Falsches gefressen: verdorbene Lebensmittel, Straßenschmutz, verunreinigtes Wasser
  • Futtermittelüberempfindlichkeit oder -intoleranz
  • Parasiten wie Würmer und Giardia
  • Viren und Bakterien, besonders bei Welpen und geschwächten Hunden
  • Stress, Hitze oder Überreizung auf Reisen und bei warmem Wetter
  • Arzneimittelnebenwirkungen oder Grunderkrankungen von Darm, Leber oder Bauchspeicheldrüse

Achte bei Dickdarmdurchfall: kleine Mengen, häufiges Pressen und Schleim sieht man häufiger bei Kolitis. Bei Dünndarmdurchfall ist das Volumen meist größer und der Hund trocknet schneller aus.

Eine häufige parasitäre Ursache ist Giardiose. Lies mehr in Giardien bei Hunden (häufige Ursache von Durchfall).

Akuter Durchfall: Was du jetzt tun kannst

  • Hydration zuerst: frisches Wasser immer verfügbar. Häufig kleine Mengen trinken lassen. Bei Zweifel an Dehydrierung ruf deinen Tierarzt an.
  • Leicht verdauliches Futter: Füttere 1–2 Tage kleine, häufige Portionen eines leicht verdaulichen, vollständigen Hundefutters. Keine fetten Snacks, Milch oder Tischreste.
  • Darm zur Ruhe bringen: teile die Tagesration in 4–6 Mini-Mahlzeiten. Steigere langsam, sobald sich der Kot bessert.
  • Hygiene: Kot sofort aufnehmen und Hände waschen. Kontakt zu anderen Hunden vermeiden, besonders bei Welpen-Durchfall oder wenn du Durchfall und Erbrechen siehst.
  • Keine eigenen Durchfallmittel für Hunde ohne Rat des Tierarztes nutzen. Mittel für Menschen können schädlich sein.

Eine Besserung solltest du innerhalb von 24–48 Stunden sehen. Beobachte deinen Hund aufmerksam, geh häufiger kurze Runden und achte auf Trinken, Fressen und Urinieren.

Alarmsignale, Dehydrierung und wann zum Tierarzt

Werde bei folgenden Signalen sofort aktiv. Vor allem Welpen, Senioren und Hunde, die zusätzlich erbrechen, sind schneller gefährdet.

  • Durchfall mit Blut, schwarzer teerartiger Kot oder anhaltender Durchfall mit Schleim
  • Durchfall und Erbrechen gleichzeitig, Trinkverweigerung oder wiederholtes Erbrechen
  • Schlappheit, Bauchschmerzen, Fieber, beschleunigte Atmung oder blasse Schleimhäute
  • Keine Besserung innerhalb von 48 Stunden oder regelmäßige Rückfälle
  • Welpen-Durchfall, trächtige Hündin, chronische Erkrankung, jüngste Antibiotikagabe oder Vergiftungsverdacht
Anzeichen von Dehydrierung Was du siehst
Trockene Schleimhäute Trockenes, klebriges Zahnfleisch, wenig Speichel
Weniger Urin Wenig oder dunkelgelber Urin
Verminderte Hautelastizität Hautfalte im Nacken bleibt länger stehen

So vermeidest du Dehydrierung: biete häufig kleine Mengen Wasser an, ggf. Brühe ohne Zwiebel/Knoblauch für den Geschmack. Zwinge einen übelkeitsgeplagten Hund nicht zum Trinken. Bei Anzeichen von Dehydrierung ist schnelle tierärztliche Hilfe nötig; eine Infusion kann erforderlich sein. Gib keine Sportgetränke oder Süßstoffe wie Xylit. Kein Loperamid ohne Tierarztberatung, besonders nicht bei MDR1-empfindlichen Rassen wie Collies und Shelties.

Dein Tierarzt kann Kot auf Giardia und Würmer untersuchen, virale Ursachen abklären und bei Bedarf Medikamente oder eine Darmdiät starten. Antibiotika sind bei unkompliziertem Durchfall selten nötig.

Ernährung und Durchfall: was hilft und was besser nicht

Futterwechsel sind ein klassischer Auslöser. Die goldene Regel: Wechsle das Futter immer über 5–7 Tage mit steigenden Anteilen, damit sich der Darm anpasst. Wähle in der Erholung leicht verdauliches, vollständiges Hundefutter für festeren Kot und reduziere Snacks. Kauartikel wie Büffelohren oder Lammkopfhaut können den Darm während der Erholung reizen.

  • Kleine, häufige Mahlzeiten stabilisieren die Darmbewegung
  • Zusätzliche Fasern wie Flohsamenschalen können bei Dickdarmdurchfall helfen
  • Rohfleisch bei kranken oder empfindlichen Hunden vermeiden
  • Fettreiche oder stark additivierte Trainingsleckerlis vorübergehend reduzieren

Sanfte Unterstützung ist möglich mit Magen- & Darm-Supplementen, abgestimmt auf die Erholung der Verdauung.

Kehrt der Durchfall immer wieder, erwäge in Absprache mit deinem Tierarzt eine strenge Eliminations- oder hypoallergene Diät, um Futtermittelüberempfindlichkeit auszuschließen. Wechsle kein Nierendiätfutter oder andere medizinische Diäten ohne Begleitung. Fallen dir unverdaute Futterreste im Kot auf, lies Hund hat unverdauten Kot für Ursachen und Lösungen.

Häufige Fragen

Was kann ich meinem Hund geben, um den Durchfall zu stoppen?

Beginne mit leicht verdaulichem, vollständigem Futter in kleinen Portionen und sorge für ausreichend Flüssigkeit. Probiotika für Hunde können unterstützend wirken. Nutze Durchfallmittel nur auf Anraten deinem Tierarztes und vermeide Mittel für Menschen.

Wie lange darf ein Hund Durchfall haben?

Bei einem sonst fitten Hund sollte innerhalb von 24–48 Stunden eine Besserung eintreten. Dauert es länger, ist Blut im Kot oder siehst du Durchfall und Erbrechen, kontaktiere deinen Tierarzt. Für Welpen gilt: lieber früher anrufen. Für junge Hunde kann gezielte Unterstützung mit Probiotika für Welpen während der Erholung helfen.

Was beruhigt den Darm eines Hundes?

Ruhe, kleine und häufige Mahlzeiten, leicht verdauliches Futter und gute Hydration. Reduziere Stress und starke Anstrengung, besonders bei warmem Wetter. Zusätzliche Fasern können bei Dickdarmdurchfall helfen – stimme das mit deinem Tierarzt ab.

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