Giardien beim Hund: Symptome, Test und Behandlung

Giardia bij de hond: symptomen, test en behandeling

Giardien sind häufige Darmparasiten bei Hunden, besonders bei Welpen. Eine Infektion führt oft zu wässrigem oder schleimigem, übelriechendem Durchfall, der teils gelblich wirkt. Da Giardien hoch ansteckend sind und es leicht zu Reinfektionen kommt, ist rasches Handeln wichtig. Hier findest du Symptome, Ansteckungswege, verlässliche Tests, die Behandlung und wie du dein Zuhause effektiv giardienfrei machst. Mehr Hintergründe liest du in Giardien bei Hunden: Symptome, Behandlung und Ansteckung.

Woran erkennst du Giardien bei deinem Hund?

Nicht jeder Hund mit Giardien wird sichtbar krank, viele zeigen jedoch Magen-Darm-Beschwerden. Achte auf:

  • Durchfall – oft wässrig, schleimig, teils gelblich oder wechselnd in der Stärke
  • Übelriechender Kot – blasser oder voluminöser Kot kann auftreten
  • Bauchkrämpfe und Blähungen – teils hörbar gurgelnder Darm
  • Verminderter Appetit, Gewichtsverlust – stumpfes Fell, weniger Energie
  • Gelegentlich Erbrechen – besonders bei Welpen oder Hunden mit geschwächter Abwehr

Bei Welpen und empfindlichen Hunden können die Beschwerden rasch zunehmen. Hält der Durchfall länger als 24–48 Stunden an, siehst du Schleim oder gelben Durchfall oder wirkt dein Hund schlapp oder dehydriert, kontaktiere deine Tierarztpraxis.

Praktische Schritte bei anhaltend weichem Kot findest du in Durchfall bei Hunden: Ursachen und was du tun kannst.

Ansteckung und Inkubationszeit

Giardien verbreiten sich über mikroskopisch kleine Zysten im Kot. Dein Hund infiziert sich durch die Aufnahme dieser Zysten über Pfützen, kontaminierte Oberflächen, Futter, das Schnüffeln an Kot oder durch das Ablecken von Pfoten und Fell. Menschen können Zysten auch unbeabsichtigt über Schuhe oder Hände ins Haus tragen. Die Inkubationszeit beträgt meist 5–16 Tage. Ohne Behandlung kann dein Hund wochenlang Zysten ausscheiden und sich selbst oder andere Tiere wieder anstecken, insbesondere in feuchten, kühlen Umgebungen.

Diagnose und Tests

Da Giardien nicht kontinuierlich ausgeschieden werden, kann eine einmalige Kotuntersuchung die Parasiten übersehen. Sammle daher möglichst Kot über 3 aufeinanderfolgende Tage. Zuverlässige Testmethoden sind:

  • Antigentest/SNAP-Test – schneller Test in der Tierarztpraxis, der Giardien-Antigene nachweist
  • Mikroskopische Untersuchung – Flotation; beurteilt Zysten, ist aber zeitpunktabhängig
  • PCR-Test – sehr sensitiv, weist Giardien-DNA im Kot nach

Ein Giardien-Selbsttest für Hunde kann eine Orientierung geben, aber lass ein positives oder weiterhin fragliches Ergebnis immer in der Tierarztpraxis bestätigen. Teste bei anhaltendem oder wiederkehrendem Durchfall, bei Welpen, bei gelbem oder schleimigem Kot sowie nach Kontakt in Nachbarschaft, Tierheim oder Hundepension. Kosten und Dauer variieren je nach Praxis.

Behandlung und Medikamente

Die Tierarztpraxis behandelt Giardien meist mit einer Kur auf Basis von Fenbendazol oder Metronidazol. Manchmal ist eine zweite Kur nötig oder ein Wechsel des Präparats, wenn Beschwerden zurückkehren. Zusätzlich sind unterstützende Maßnahmen wichtig:

  • Leicht verdauliche Ernährung – vorübergehend ballaststoffreich und gut verdaulich
  • Ausreichend Flüssigkeit – Dehydrierung vermeiden, besonders bei Welpen
  • Probiotika für Hunde – kann helfen, die Darmflora zu stabilisieren, ersetzt aber nicht die Behandlung
  • Haustiere im selben Haushalt mitbehandeln – in Absprache mit der Tierarztpraxis, um Kreisansteckungen zu verhindern
  • Nachkontrolle – ggf. nach 1–2 Wochen Kot erneut beurteilen lassen

Für zusätzliche Unterstützung der Verdauung während und nach der Kur: Sieh dir unsere Magen- & Darm Ergänzungen für Hunde an.

Ist dein Hund noch im Welpenalter? Ziehe Probiotika für Welpen als sanfte Darmunterstützung zusätzlich zur Behandlung in Betracht.

Gehen Giardien nicht weg oder kehrt der Durchfall immer wieder zurück, besprich mit deiner Tierarztpraxis Reinfektionen aus der Umgebung, Therapietreue, Ernährung und mögliche andere Ursachen.

Hygiene: So machst du dein Zuhause giardienfrei

Gründliche Hygiene ist entscheidend, um Reinfektionen zu vermeiden und Giardien im Haushalt zu bekämpfen. Richtlinien:

  • Kot sofort entsorgen – drinnen und draußen, in einem verschlossenen Beutel wegwerfen
  • Decken und Körbchen bei 60 °C waschen – mindestens jeden zweiten Tag, gut trocknen lassen
  • Futter- und Wassernäpfe reinigen – täglich mit heißem Wasser und Spülmittel
  • Böden reinigen – erst säubern, dann wenn möglich desinfizieren; Dampf oder Chlorlösung kann helfen, gut nachspülen und trocknen
  • Pfoten und Hinterhand waschen – nach jedem Spaziergang kurz abspülen und trocknen
  • Lüften und trocken halten – Zysten überleben in trockener Umgebung schlechter
  • Stagnierendes Außenwasser meiden – während der Kur nicht aus Pfützen oder Gräben trinken lassen

Ansteckend für Menschen und andere Tiere?

Giardien sind Zoonosen: Eine Übertragung vom Hund auf den Menschen ist möglich, das Risiko variiert jedoch. Besonders Kinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem sollten auf Hygiene achten: Hände waschen nach Kontakt, kein Ablecken im Gesicht, Küchenhygiene strikt einhalten. Andere Hunde und Katzen können sich leicht über gemeinsame Liegeplätze, Gärten oder Näpfe anstecken. Kranke Tiere vorübergehend trennen und gemeinsame Bereiche häufiger reinigen.

Häufige Fragen

Woran merkst du, dass dein Hund Giardien hat?

Typisch sind wässriger oder schleimiger, teils gelblicher und übelriechender Durchfall, Blähungen, Bauchschmerzen, Gewichtsverlust und gelegentlich Erbrechen. Beschwerden können täglich schwanken. Nicht jeder infizierte Hund wird sichtbar krank. Siehst du regelmäßig Futterreste im Kot? Lies dann Hund hat unverdauten Kot: Ursachen und Lösungen.

Gehen Giardien von selbst weg?

Beschwerden können vorübergehend abklingen, die Parasiten verschwinden jedoch selten spontan. Ohne gezielte Behandlung scheidet dein Hund häufig weiter Zysten aus – Reinfektionen oder Ansteckungen anderer sind möglich.

Wie bekommst du Giardien aus deinem Zuhause?

Kombiniere die Behandlung deines Hundes mit strenger Hygiene: Kot sofort entsorgen, Textilien bei 60 °C waschen, Näpfe heiß reinigen, Böden reinigen und desinfizieren, Pfoten waschen und alles gut trocknen lassen.

Wie lange ist ein Hund mit Giardien ansteckend?

Solange Zysten ausgeschieden werden – ohne Behandlung teils wochenlang. Nach Beginn der Kur nimmt dies meist rasch ab, dennoch 1–2 Wochen zusätzliche Hygienemaßnahmen einhalten, um Reinfektionen zu vermeiden.

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