Kratzt dein Hund viel, beißt er an seinen Pfoten oder reibt er sich am Teppich? Ein bisschen Kratzen ist normal, aber anhaltender Juckreiz kann auf Flöhe, Milben, Allergien oder eine gereizte Haut hinweisen. Mit dem richtigen Vorgehen kannst du Juckreiz beim Hund schnell lindern und die eigentliche Ursache gezielt angehen. Unten findest du die wichtigsten Ursachen, was du direkt tun kannst und wann du besser zum Tierarzt gehst. Für zusätzliche Unterstützung von Haut und Fell schau dir auch unsere Haut- und Fellergänzungen für Hunde an.
Hauptursachen für Juckreiz bei Hunden
Flöhe
Flöhe sind die Nummer 1 bei Juckreiz. Ein einziger Biss kann tagelang Juckreiz auslösen, besonders bei einer Flohspeichelallergie. Du siehst nicht immer einen Floh selbst, aber häufig schwarzen „Flohkot“. Kämme das Fell über einem feuchten weißen Tuch: Färben sich die schwarzen Krümel rostbraun, ist es Flohkot. Achte besonders auf Rutenansatz und hinteren Rücken, dort ist der Juckreiz oft am stärksten. Behandle immer deinen Hund und die Umgebung, denn 90% der Flöhe leben in Körbchen, Decken und Fugen. Verwende ein wirksames Flohmittel nach Plan und wasche Liegeplätze heiß. Kratzt dein Hund trotz Behandlung weiter, denke an eine Flohallergie oder eine andere Ursache.
Milben (Ohrmilben, Räude, Demodex)
Milben verursachen starken Juckreiz, Schuppen und manchmal Haarausfall. Bei Ohrmilben siehst du oft dunkelbraunes Ohrenschmalz und starkes Kratzen an den Ohren. Sarcoptes-Räude führt zu intensivem Juckreiz, Krusten und ist ansteckend für andere Tiere. Demodex tritt häufiger bei jungen oder immungeschwächten Hunden auf und verursacht kahle Stellen. Im Herbst kann die Herbstgrasmilbe plötzlich Juckreiz an Pfoten und Bauch auslösen. Eine Tierärztin oder ein Tierarzt kann mittels Hautgeschabseln oder Ohrsekretuntersuchung die richtige Milbe nachweisen und behandeln. Siehst du Juckreiz, aber keine Flöhe – oder vor allem an Ohren und Pfoten – lass Milben ausschließen, bevor du weiter mit Mitteln experimentierst.
Allergien: Floh-, Futter- und Umweltallergie
Juckreiz durch Allergien kommt bei Hunden häufig vor. Bei einer Flohallergie reicht ein einziger Biss, meist zeigt sich der Juckreiz am Rutenansatz. Eine Umweltallergie (Atopie) entsteht durch Pollen oder Hausstaubmilben und zeigt sich oft durch Pfotenlecken, rote Achseln und juckende Ohren. Eine Futterallergie kann chronischen Juckreiz, Ohrenentzündungen und manchmal weichen Kot verursachen. Der Goldstandard zum Prüfen einer Futterallergie ist eine strikte Eliminationsdiät über 6 bis 8 Wochen. Bei Atopie funktionieren kombinierte Ansätze am besten: Reize meiden, gute Hautpflege, Omega-3-Unterstützung und bei Bedarf Medikamente nach tierärztlicher Beratung. Möchtest du tiefer einsteigen? Lies Allergien bei Hunden: erkennen, verstehen, liebevoll helfen.
Weitere Ursachen im Überblick
- Trockene oder empfindliche Haut: Zu häufiges Waschen oder falsches Shampoo kann Juckreiz und Schuppen verursachen. Wähle ein mildes Hundeshampoo gegen Juckreiz und bade nicht zu oft.
- Bakterien und Hefen: Sekundäre Infektionen verursachen gerötete, übel riechende Haut oder Probleme zwischen den Zehen. Oft Folge von zugrunde liegendem Juckreiz.
- Hormonelle Erkrankungen: Schilddrüsenprobleme oder Cushing gehen mit stumpfem Fell und Hautbeschwerden einher. Bitte deine Tierarztpraxis um Abklärung bei anhaltenden Beschwerden.
- Stress oder Langeweile: Übermäßiges Lecken und Beißen kann durch Anspannung entstehen. Arbeite an Beschäftigung, Ruhe und Routine.
- Hotspots: Plötzlich auftretende, nässende, schmerzhafte Stellen, die schnell größer werden. Sofort scheren, reinigen und ggf. behandeln.
Siehst du vor allem ein stumpfes Fell oder viele Schuppen? Dann lies Stumpfes Fell bei Hunden: Ursachen, Anzeichen und Lösungen für gezielte Tipps.
Was du jetzt gegen Juckreiz bei deinem Hund tun kannst
- Auf Parasiten prüfen und behandeln: Nach Flöhen kämmen, Hund und Umgebung behandeln und bei anhaltendem Juckreiz Milben ausschließen lassen.
- Sanfte Wäsche: Ein mildes Hundeshampoo gegen Juckreiz verwenden und gut ausspülen. Nicht zu häufig baden, um Austrocknung zu vermeiden.
- Pfoten nach dem Spaziergang abspülen: Kurzes Abspülen und Trocknen hilft, Pollen, Sand und Grasreize zu entfernen und Juckreiz an den Pfoten zu reduzieren.
- Ohrenhygiene: Bei juckenden Ohren einen hundesicheren Ohrenreiniger nutzen. Keine Wattestäbchen oder menschlichen Produkte.
- Fütterung und Omega-3: Wähle hochwertiges Futter, das dein Hund gut verträgt. Omega-3 wie Lachsöl unterstützt die Hautbarriere.
- Darm-Haut-Achse unterstützen: Erwäge Probiotika für Hunde bei (Futter-)Allergien oder empfindlichem Darm; eine gesunde Darmflora kann die Haut beruhigen.
- Empfindlicher Bauch oder Darm: Bei wiederkehrenden Magen-Darm-Beschwerden können Magen- & Darm-Ergänzungen helfen; Darmgesundheit und Hautjucken hängen zusammen.
- Natürliche Unterstützung: Die Skin & Coat Kaudrops von Fluffy Champ enthalten Omega-Fettsäuren und Biotin, um Haut und Fell von innen zu nähren. Ideal als natürliches Mittel gegen Juckreiz beim Hund und für glänzendes Fell.
- Umgebung sauber halten: Körbchen heiß waschen, Ritzen saugen und Decken frisch halten, um Flöhe und Reize zu reduzieren.
- Vorsicht mit Medikamenten: Keine menschlichen Anti-Juckreiz- oder Schmerzmittel geben. Sprich zuerst mit deiner Tierarztpraxis über Antihistaminika oder andere Mittel.
Schnelle Checkliste: Wo sitzt der Juckreiz und was bedeutet das?
| Wo sitzt der Juckreiz? | Wahrscheinliche Ursache | Was kannst du tun |
|---|---|---|
| Rutenansatz/hinterer Rücken | Flöhe oder Flohallergie | Kämmen, Hund und Umgebung behandeln, Prävention fortführen |
| Pfoten und zwischen den Zehen | Atopie, Kontaktallergie, Hefen | Pfoten spülen und trocknen, Omega-3, bei Rötung Tierarzt |
| Ohren | Ohrmilben oder Ohrenentzündung, oft bei Allergie | Ohren reinigen, bei Geruch/Schmerz Tierarzt |
| Bauch/Achseln nach dem Spaziergang | Gras/Pollen, Kontaktreizung | Abspülen, kurz trimmen, Reize meiden |
| Runde nässende Stelle | Hotspot | Scheren, reinigen, rasch behandeln |
Wann zum Tierarzt
Vereinbare einen Termin, wenn der Juckreiz extrem ist, dein Hund kahle Stellen oder Knötchen bekommt, die Haut gerötet und warm ist, die Ohren riechen oder Wunden entstehen. Auch bei Welpen, bei Juckreiz, der länger als 1 bis 2 Wochen anhält, oder wenn dein Hund gleichzeitig viel trinkt oder matt wirkt, ist eine Untersuchung nötig. Vermutest du eine Futterallergie, starte in Absprache mit deiner Tierarztpraxis eine strikte Eliminationsdiät und vermeide zwischendurch Leckerli, die das Ergebnis verfälschen.
Häufig gestellte Fragen
Was kann ich meinem Hund gegen Juckreiz geben?
Gehe zuerst die Ursache an: auf Flöhe und Milben prüfen und die Haut sanft reinigen. Zur Linderung helfen Omega-3-Fettsäuren, ein mildes Hundeshampoo und eine passende Fütterung. Natürliche Unterstützung wie Skin & Coat stärkt die Hautbarriere von innen. Bei hartnäckigem Juckreiz kann die Tierarztpraxis Medikamente oder eine Ohrenbehandlung einsetzen. Vermeide menschliche Medikamente ohne Rücksprache.
Welches Mittel gegen Juckreiz kann ich ohne Rezept geben?
Ohne Rezept kannst du ein mildes Anti-Juckreiz-Hundeshampoo, Ohrenreiniger sowie Omega-3-Unterstützung wie Lachsöl oder Skin & Coat Kaudrops wählen. Eine hochwertige Flohprophylaxe, die zu deinem Hund passt, ist sinnvoll. Antihistaminika oder Kortikosteroide nur nach tierärztlicher Beratung, da Dosierung und Nebenwirkungen je nach Hund variieren.
Wie sieht Fellmilbe beim Hund aus?
Fellmilben sind mit bloßem Auge schwer zu erkennen. Du bemerkst sie vor allem anhand der Symptome: Schuppen, stumpfes Fell, Juckreiz und manchmal kahle Stellen. Cheyletiella heißt auch „laufende Schuppen“ wegen der sichtbaren Schuppung. Die Diagnose stellt die Tierarztpraxis mit Hautgeschabseln oder Klebestreifenpräparaten und wählt die passende Behandlung. Siehst du Juckreiz, aber keine Flöhe – lass Milben ausschließen.
Möchtest du Juckreiz nachhaltig angehen und die Hautbarriere täglich unterstützen? Ergänze dann Skin & Coat in die Routine deines Hundes. Die natürlichen Omega-Fettsäuren und Biotin helfen, die Haut ruhig und das Fell glänzend zu halten.


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